Die Geschichte des Pokern

Als Vorläufer des heutigen Poker gilt das deutsche Poch, von dem sich das Verb pochen ableitet – in englisch übersetzt heißt dies poke. Daraus entwickelte sich die Bezeichnung Poker, die erstmals 1836 nachgewiesen wurde. Um 1830 herum fand das Spiel seinen Weg nach Nordamerika, wo es sich verbreitete – damals wurde es noch mit 20 Karten und vier Spielern gespielt. Mitte des 19. Jahrhunderts breitete es sich in den ganzen heutigen USA aus.

Seinen Boom erlebte das Poker-Spiel mit Beginn der World Series Of Poker, die in den 1970er Jahren startete. Erst im neuen Jahrtausend, in dem auch das Onlinepoker sich immer größerer Beliebtheit erfreute, entstand ein weltweiter Pokerboom. Es war nicht mehr nötig, ein Kasino zu besuchen um sein Glück zu finden sondern in zahlreichen Online-Poker-Räumen konnte man fortan rund um die Uhr spielen. Dies zeigte sich auch an der Resonanz der World Series Of Poker (WSOP) wieder: Die Anmeldezahlen haben sich innerhalb weniger Jahre verzehnfacht. Gerade auch in Europa, wo das Pokern bisher nicht so weit verbreitet war wie in den USA, spielten immer mehr Menschen – zumeist online.

Dabei hatte Poker vor einigen Jahrzehnten noch einen überaus schlechten Ruf. Gerade auch, weil professionelle Spieler sich gezielt Poker-Neulinge auserkoren haben, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So kam das Poker zu einem unseriösen Ruf. Gerade mit dem steigenden Interesse an den Poker-Wettbewerben haben die Spieler erkannt, dass beim Poker nebst dem Glück auch die Psychologie und die Strategie einen wesentlichen Anteil am Erfolg einnehmen. Die Poker-Wettbewerbe werden heute auch im Fernsehen übertragen, und der Zuschauer hat Einblick in die Karten der einzelnen Spieler, bekommt am Bildschirm die einzelnen Chancen aufgezeigt und kann auch mit Hilfe des Kommentators das Spiel zu verstehen lernen.